30. Mai 2026•KundenLoop Team
Buchungssoftware Kosmetikstudio Vergleich 2026: Treatwell, Fresha, Shore & eigene App
Welche Software soll ich für mein Kosmetikstudio nutzen? Treatwell, Fresha, Shore – oder doch etwas ganz anderes? Das ist eine der häufigsten Fragen, die sich Studioinhaber und -inhaberinnen stellen. Und die Antwort hängt davon ab, was man eigentlich erreichen will.
Dieser Artikel vergleicht die wichtigsten Optionen ehrlich und auf Basis belegbarer Daten – ohne Werbung für eine einzelne Lösung. Am Ende wird klar, welche Software für welches Ziel sinnvoll ist.
Hinweis zu den Preisangaben: Alle genannten Preise basieren auf öffentlich verfügbaren Informationen der jeweiligen Anbieter (Stand: März/April 2026). Preise können sich ändern und je nach Standort oder individueller Vereinbarung abweichen. Aktuelle Preise sollten direkt beim jeweiligen Anbieter geprüft werden.
Was ist überhaupt der Unterschied zwischen den Lösungen?
Bevor man einzelne Tools vergleicht, lohnt sich eine grundlegende Unterscheidung. Es gibt im Kern drei verschiedene Typen von Lösungen:
- Buchungsportale: Plattformen wie Treatwell oder Fresha, auf denen Studios gelistet sind und über die Endkundinnen neue Studios entdecken können. Sie bringen potenziell neue Reichweite, aber die Kundenbeziehung gehört dem Portal – nicht dem Studio.
- Terminsoftware: Tools wie Shore, die Terminverwaltung, Online-Buchung und Kundendatenbank für das Studio bereitstellen. Kein eigenes Portal, keine Provision, aber auch keine aktive Kundenbindung.
- Eigene Kunden-App: Eine White-Label App im Branding des Studios, die auf dem Homescreen der Kundin lebt und Buchung, Push-Kommunikation, Treuepunkte und Mitgliedschaften kombiniert. Kein Portal, keine Provision, direkte Kundenbeziehung.
Diese drei Typen lösen unterschiedliche Probleme. Sie sind nicht direkt vergleichbar – und wer das falsche Tool für sein Ziel wählt, zahlt doppelt: einmal für das Tool und einmal durch entgangene Möglichkeiten.
Treatwell
Was Treatwell ist
Treatwell ist Europas bekanntestes Buchungsportal für Beauty- und Wellnessdienstleistungen. Studios werden auf treatwell.de gelistet, Endkundinnen können dort neue Studios entdecken und buchen. Treatwell bietet außerdem ein eigenes Salon-Management-Tool (Treatwell Pro) mit Terminkalender, Kassensystem und Kundenverwaltung.
Was Treatwell kostet
Laut öffentlicher Preisseite von Treatwell (Stand März 2026) fallen folgende Kosten an:
- Monatliche Grundgebühr: 39 Euro
- Neukundenprovision: 35 % auf Erstbuchungen über den Marktplatz
- Transaktionsgebühr bei Online-Vorauszahlung: 2 %
- Einmalige Einrichtungsgebühr: 99 Euro
Bei Wiederholungsbuchungen innerhalb von 365 Tagen entfällt die Provision laut Treatwell. Ob eine Kundin als „Neukunde" gilt, entscheidet Treatwell anhand ihrer eigenen Nutzerdaten – nicht das Studio.
Was das in der Praxis bedeutet: Bei einem Studio mit 15 Neukunden pro Monat und 45 Euro Durchschnittsbuchung entstehen allein durch die Provision monatlich über 230 Euro Zusatzkosten – zusätzlich zur Grundgebühr. Bei einem höheren Durchschnittspreis, wie er in Kosmetikstudios mit Behandlungen ab 80 bis 120 Euro üblich ist, steigen diese Kosten entsprechend.
Was Treatwell kann und was nicht
Treatwell bringt Sichtbarkeit für Studios, die noch wenig eigene Reichweite haben. Der Marktplatz hat in Deutschland eine bekannte Marke und regelmäßige TV-Werbung.
Was Treatwell nicht leistet: Es gibt keine eigene Push-Kommunikation mit Kundinnen, keine Treueprogramme im Studio-Branding, keine VIP-Mitgliedschaften und keine automatische Reaktivierung inaktiver Kundinnen. Die Kundendaten liegen bei Treatwell – das Studio hat nur eingeschränkten Zugriff. Und: Die Kundin bucht bei Treatwell, nicht beim Studio. Beim nächsten Mal kehrt sie zu Treatwell zurück.
Für wen Treatwell sinnvoll ist
Für Studios, die gerade eröffnet haben, noch keine eigene Reichweite haben und bereit sind, Provision für Neukunden zu zahlen. Weniger sinnvoll für Studios mit einem bestehenden Kundenstamm, bei denen der Fokus auf Kundenbindung und Stammkundenpflege liegt.
Fresha
Was Fresha ist
Fresha ist eine weltweit verbreitete Buchungsplattform für Salons, Spas und Wellnesseinrichtungen. Das Basisystem ist kostenlos verfügbar – Fresha verdient über Zahlungsabwicklung und über Provisionen auf Neukunden-Buchungen über den eigenen Marktplatz.
Was Fresha kostet
Fresha hat keine monatliche Grundgebühr für das Basissystem. Kosten entstehen durch:
- Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung über Fresha
- Provisionen auf Neukunden-Buchungen über den Fresha-Marktplatz
Die genauen Provisionssätze kommuniziert Fresha nicht öffentlich auf einer einheitlichen Preisseite – sie können je nach Region und Vereinbarung variieren. Wer Fresha ausschließlich für die eigene Kundschaft nutzt – also ohne den Marktplatz – zahlt primär Transaktionsgebühren.
Was Fresha kann und was nicht
Fresha bietet Terminverwaltung, Online-Buchung, Kundenverwaltung und automatische Erinnerungen. Die Bedienung gilt als unkompliziert, die Einrichtung als schnell.
Was Fresha nicht leistet: Keine eigene App im Studio-Branding, keine Push-Nachrichten als eigener Kanal, kein Treueprogramm, keine VIP-Mitgliedschaften, keine automatische Reaktivierung. Ähnlich wie bei Treatwell gilt: Wer über den Fresha-Marktplatz bucht, kehrt zum Marktplatz zurück – nicht unbedingt zum Studio.
Für wen Fresha sinnvoll ist
Für Studios, die eine kostenlose Einstiegslösung für Terminverwaltung und Online-Buchung suchen, ohne monatliche Fixkosten. Weniger sinnvoll für Studios, die aktive Kundenbindung und direkte Kommunikation aufbauen möchten.
Shore
Was Shore ist
Shore ist eine deutsche Terminsoftware für Dienstleister, die Terminverwaltung, Online-Buchung, Kundendatenbank und Marketing-Tools kombiniert. Im Gegensatz zu Treatwell und Fresha ist Shore kein Buchungsportal – es gibt keinen Shore-Marktplatz, über den neue Kundinnen das Studio finden. Shore ist ein reines Managementtool für das Studio selbst.
Was Shore kostet
Laut shore.com (Stand März 2026):
- Booking-Tarif: ab 49,90 Euro/Monat (jährliche Zahlung) bzw. 59,90 Euro/Monat (monatliche Zahlung)
- Booking + Marketing: ab 69,90 Euro/Monat (jährlich)
- All-in-One mit Kassensystem: ab 119,90 Euro/Monat
- Keine Buchungsprovisionen
- Serverstandort: Deutschland (AWS Frankfurt)
Was Shore kann und was nicht
Shore bietet solide Terminverwaltung, Online-Buchung über Google, Instagram und Website, Kundenverwaltung und E-Mail-Marketing. Keine Provision auf Buchungen.
Was Shore nicht leistet: Keine eigene App im Studio-Branding auf dem Homescreen der Kundin, keine Push-Nachrichten als eigenständiger Kanal, kein Treuepunktsystem, keine VIP-Mitgliedschaften, keine automatische Reaktivierung inaktiver Kundinnen, keine Ratenzahlung für hochpreisige Behandlungen.
Für wen Shore sinnvoll ist
Für Studios, die eine professionelle Terminsoftware ohne Provision suchen und bereit sind, monatlich zwischen 50 und 120 Euro zu investieren. Gut geeignet für die Organisation des Studioalltags – weniger geeignet, wenn der Fokus auf aktiver Kundenbindung liegt.
Eigene Kunden-App (White-Label)
Was eine eigene App ist
Eine eigene Kunden-App im White-Label-Prinzip ist eine fertig entwickelte Plattform, die ein Studio unter seinem eigenen Namen und Branding betreiben kann – ohne Eigenentwicklung. Die App erscheint im Apple App Store und Google Play unter dem Namen des Studios, mit eigenem Logo und eigenen Farben. Aus Sicht der Kundin ist es die App des Studios.
Was eine eigene App leisten kann
Im Vergleich zu reinen Buchungstools oder Buchungsportalen deckt eine eigene App eine deutlich breitere Funktionsbasis ab:
- Direktbuchung ohne Provision – die Kundin bucht über die App des Studios, nicht über ein Portal
- Push-Nachrichten direkt auf den Sperrbildschirm – unabhängig von Algorithmen oder Spam-Filtern
- Treuepunkte und Tier-System – psychologische Kundenbindung durch Status und Punkte
- VIP-Mitgliedschaften – monatlich wiederkehrender Umsatz durch Abonnements
- Automatische Reaktivierung – das System erkennt inaktive Kundinnen und spricht sie automatisch an
- Google Review Automation – automatische Bewertungsanfrage nach dem Termin
- Klarna Ratenzahlung – für hochpreisige Behandlungen direkt im Buchungsflow
Was eine eigene App kostet
Eine individuell entwickelte App kostet 30.000 bis 150.000 Euro in der Entwicklung – für die meisten Studios wirtschaftlich nicht darstellbar.
White-Label Anbieter wie KundenLoop arbeiten mit monatlichen Fixpreisen ohne Buchungsprovisionen. Die genauen Preise sind auf Anfrage erhältlich – ein kostenloser Demo Call zeigt, was das System leistet und was es für eine konkrete Praxis kostet.
Zum Vergleich: Ein Studio mit 150 Terminen pro Monat und 80 Euro Durchschnittspreis zahlt bei 35 % Treatwell-Provision auf Neukunden bis zu mehreren Hundert Euro monatlich allein an Provisionen – je nachdem, wie viele Buchungen über den Marktplatz eingehen. Ein White-Label Fixpreis liegt in der Regel in einer vergleichbaren oder niedrigeren Größenordnung, enthält aber alle Kundenbindungsfunktionen zusätzlich.
Für wen eine eigene App sinnvoll ist
Für Studios und Praxen mit einem bestehenden Kundenstamm, die unabhängiger von Buchungsportalen werden, aktive Kundenbindung aufbauen und planbare Einnahmen durch Mitgliedschaften schaffen möchten. Weniger geeignet für Studios, die gerade erst eröffnet haben und noch keinen nennenswerten Kundenstamm aufgebaut haben.
Übersicht: Welche Lösung eignet sich für welches Ziel?
- Neukunden über einen Marktplatz gewinnen: Treatwell oder Fresha – mit dem Wissen, dass Provision anfällt und die Kundenbeziehung beim Portal liegt.
- Terminverwaltung ohne Provision, professionell und ohne Marktplatz: Shore ab 49,90 Euro/Monat.
- Bestehende Kundinnen aktiv binden, Wiederkehrrate erhöhen, planbaren Umsatz aufbauen: Eigene White-Label App wie KundenLoop.
- Kombination aus Terminverwaltung und Kundenbindung: Eine eigene App kann beides – Direktbuchung und aktive Bindungsmechaniken in einem System.
Was die meisten Studioinhaber irgendwann merken
Es gibt ein wiederkehrendes Muster: Studios starten mit einem Buchungsportal, gewinnen erste Neukunden, zahlen Provision und merken nach einigen Monaten, dass viele dieser Kundinnen nicht zurückkommen – sondern beim nächsten Mal wieder über das Portal buchen. Die Provision läuft erneut. Und wieder.
Das ist kein Zufall, sondern das Geschäftsmodell der Portale. Je stärker die Kundin an das Portal gewöhnt ist, desto mehr Buchungen – und damit Provisionen – laufen über das Portal. Das Interesse des Portals und das Interesse des Studios stehen an diesem Punkt strukturell gegeneinander.
Eine eigene App dreht dieses Verhältnis um: Die Buchung läuft über das Studio, die Kundenbeziehung gehört dem Studio, und die App auf dem Homescreen der Kundin erinnert täglich an das Studio – nicht an eine Vergleichsplattform.
Zusammenfassung
Treatwell, Fresha und Shore sind legitime Lösungen – jede für einen anderen Zweck. Treatwell und Fresha bringen Reichweite, kosten aber Provision und Kundenbeziehung. Shore ist ein solides Managementtool ohne Provision, aber ohne aktive Kundenbindungsfunktionen.
Eine eigene Kunden-App ist keine Alternative zu einem Buchungstool – sie ist eine andere Kategorie. Sie beantwortet nicht die Frage „Wie verwalte ich meine Termine?", sondern „Wie halte ich meine Kundinnen langfristig?" Beides braucht eine Antwort. Aber welche Frage wichtiger ist, hängt davon ab, wo das Studio gerade steht.
Wenn du sehen möchtest, wie eine eigene App für dein Studio konkret aussieht und was sie im Vergleich zu deiner aktuellen Lösung leistet, buch dir einen kostenlosen Demo Call mit KundenLoop auf kundenloop.de.
Häufige Fragen zum Buchungssoftware-Vergleich
Welche Buchungssoftware ist die beste für Kosmetikstudios?
Das hängt vom Ziel ab. Für Neukundengewinnung über einen Marktplatz: Treatwell oder Fresha. Für professionelle Terminverwaltung ohne Provision: Shore. Für aktive Kundenbindung, eigenes Branding und planbare Umsätze: eine eigene White-Label App wie KundenLoop.
Was kostet Treatwell für Kosmetikstudios wirklich?
Laut treatwell.de/partners/preise (Stand März 2026): 39 Euro Grundgebühr monatlich plus 35 % Provision auf Neukunden-Erstbuchungen über den Marktplatz plus 2 % Transaktionsgebühr bei Online-Vorauszahlung. Einmalig 99 Euro Einrichtungsgebühr.
Ist Fresha wirklich kostenlos?
Das Basissystem hat keine monatliche Grundgebühr. Kosten entstehen durch Transaktionsgebühren bei Kartenzahlung und durch Provisionen auf Neukunden-Buchungen über den Fresha-Marktplatz. Wer den Marktplatz nicht nutzt, zahlt primär Transaktionsgebühren.
Was kostet Shore?
Laut shore.com (Stand März 2026): ab 49,90 Euro/Monat bei jährlicher Zahlung für den Booking-Tarif. Keine Buchungsprovisionen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Buchungssoftware und einer eigenen Kunden-App?
Buchungssoftware verwaltet Termine. Eine eigene App baut darüber hinaus die direkte digitale Beziehung zwischen Studio und Kundin auf – mit Push-Nachrichten, Treuepunkten, Mitgliedschaften und automatischer Reaktivierung. Beides hat seinen Platz, löst aber unterschiedliche Probleme.
Kann ich eine eigene App und ein Buchungstool gleichzeitig nutzen?
Ja. Eine eigene App ersetzt nicht zwingend ein bestehendes Buchungssystem. KundenLoop fokussiert auf Kundenbindung, Reaktivierung und planbare Umsätze – Funktionen, die klassische Buchungstools nicht abdecken. Eine parallele Nutzung ist möglich.
Welche Lösung eignet sich für ästhetische Praxen mit medizinischen Leistungen?
Für Praxen mit medizinischen Leistungen sind zusätzlich HWG-Konformität und der GOÄ-konforme Zahlungsflow relevant. KundenLoop trennt systemseitig zwischen kosmetischen und medizinischen Leistungen und wendet automatisch den richtigen Zahlungsflow an. Klassische Buchungssoftware macht diese Unterscheidung in der Regel nicht.